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Nagelneu: "Theaterschänke" eingeweiht |
 | | Vor drei Jahren hatten sie mit der Planung begonnen und seit Frühjahr 2008 jede freie Minute an den Holzbauten gearbeitet - nun war es endlich so weit: Am Vormittag des 5. Oktober 2009 feierten Petra und Ronald Morawski mit Sohn Denny die Einweihung ihrer drei neuen Holzhäuser für Ausschank und Grill, die seit Jahren während der Fürther Kirchweih zum vertrauten Anblick der Königstraße gehören. |
| | | |  v.l.n.r.: Denny Morawski, Pfarrer Andreas Eckler, Ronald Morawski, Wirtschaftsreferent Horst Müller, Petra Morawski, Tucher-Gebietsverkaufsleiter Florian Schirmer, Tucher-Vertriebsdirektor Karl-Heinz Wöhrle | | Aus Österreich kommt das Holz für die rustikalen Häuschen, die die ganze Familie in Eigenleistung gebaut hat - selbstverständlich kann auch die Chefin mit einer "Flex" umgehen, und der Junior, der gleich ein paar Meter weiter seinen Gurkenstand betreibt, musste das krumme Gemüse eben etwas schneller einlegen als sonst. "Der Urlaub ist in den letzten anderthalb Jahren ausgefallen", so Ronald Morawski.
Entsprechend freut sich die Schaustellerfamilie über den Besuch vieler prominenter Gäste zur Einweihung: Wirtschaftsreferent Horst Müller und Kirchweih-Organisator André Hollitzer waren der Einladung ebenso gefolgt wie Karl-Heinz Wöhrle und Florian Schirmer von der Tucher-Bräu und Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger. |
| Auch einige Schaustellerkollegen gratulierten und gaben dem Familienbetrieb ihre guten Wünsche fürs neue Geschäft mit. So bekam Ronald Morawski von Jürgen Schleifer, der mit seinem historischen Pferdekarussell aus Düren angereist war, einen ebenfalls selbst gezimmerten Mini-Wohnwagen überreicht. "Eine Hanomag-Zugmaschine, gerade in der richtigen Größe und ebenfalls aus Holz, hab ich schon" - Morawski strahlt. Schleifer übrigens auch: Er machte am ersten Fürther Kirchweihsamstag mehr Umsatz als an einem vergleichbaren Tag auf dem Oktoberfest. | |  |
 | | Der Chef und seine Gäste nehmen sich Zeit für eine kleine Andacht und die Ansprache von Andreas Eckler, Pfarrer der katholischen Gemeinde "Zu unserer lieben Frau". Der gab zu, vor den Schaustellern und ihrer Fähigkeit, in schwierigen Zeiten zusammen zu halten, einen riesengroßen Respekt zu haben, und wünschte den Morawskis entsprechendes Durchhaltevermögen und "doppelte Freude, wenn's gut läuft". Auch die Nicht-Schausteller rief Eckler zu "mehr Liebe und Miteinander" auf.
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Ronald Morawski fühlt sich mit der Kirche verbunden: "Ich selber bin evangelisch, in St. Michael getauft und konfirmiert, aber wir Angehörige reisender Betriebe sehen das alles nicht so eng. Wenn wir irgendwo unterwegs einen Pfarrer brauchen, nehmen wir den, der Zeit hat. Manchmal auch zwei - katholisch und evangelisch zusammen", erzählt er. Quasi praktische Ökumene mitten auf der Kirchweih.
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